Winter-Allergien – auch in der kalten Jahreszeit gibt es allergische Reaktionen
abgelegt im Archiv Wissenswertes am 01.10.09

© svensonsan
Atembeschwerden, tränende Augen und Dauerschnupfen - jeder Allergiker kennt diese Symptome. Allerdings treten sie bei den meisten Betroffenen größtenteils im Sommer auf. Aber mittlerweile reagieren viele nicht mehr nur auf Auslöser wie Pollen im Sommer, sondern es gibt auch viele Allergene im Winter, die diese Winter-Allergien auslösen. Bei jedem dritten Deutschen ist das Immunsystem mittlerweile aus dem Gleichgewicht, und immer mehr Menschen trifft es im Winter. In dieser Jahreszeit treten Allergien gegen Hausstaubmilben oder auch Duftstoffe auf. Ganz schlimm wird es für jeden Betroffenen, wenn das Immunsystem zur Herbstzeit das Laub als Feind erkennt, Zimtsternen und Nüssen den offenen Krieg erklärt und gar zu Weihnachten gegen den Tannenbaum zum Angriff bläst. Laut einer Schätzung des Deutschen Allergie- und Asthmabundes gibt es circa 20.000 Substanzen, die eine allergische Reaktion hervorrufen können. Leider stecken viele dieser Substanzen in Lebensmitteln oder auch in Produkten, mit denen man sich in der kalten Jahreszeit oft umgibt. Natürlich kann man sich auch bei diesen Beschwerden vom Arzt Antihistaminika verschreiben lassen, besser ist es jedoch, den Allergenen aus dem Weg zu gehen.
Duftkerzen sind im Winter sehr beliebt, sie verströmen Gemütlichkeit. Allerdings stecken sie auch voller Allergenen. Die in diesen Kerzen, Duftlampen und Räucherstäbchen verwendeten ätherischen Öle sorgen im Haus für dicke Luft. Teilweise bestehen sie bis zu 90 Prozent aus Allergie auslösenden Stoffen. Diese Stoffe können zu Kopfschmerzen, Übelkeit und sogar Asthma führen.
Das schöne Gläschen Rotwein am Abend, das man vielleicht gerne vor dem gemütlichen Kamin genießen möchte, kann der Anfang von Unwohlsein werden. Rotwein enthält Histamin, Rund fünf Prozent aller Deutschen leiden aber unter einer Histamin-Intoleranz, die durch einen Enzymdefekt ausgelöst wird. Bei diesen Menschen kann der Genuss von Rotwein zu Kopfschmerzen führen.
Kuscheldecken sind im Winter sehr beliebt, sie sind kuschelig und wärmen schön. Aber sie sind auch ein absolut ideales Biotop für Milben, denn hier finden sie ihr bevorzugtes Nahrungsmittel - menschliche Hautschuppen. Die Hausstaubmilben-Allergie wird aber nicht durch die Milben selber ausgelöst, sondern durch deren Exkremente, die sich überall im Hausstaub befinden, aber verstärkt in solchen Decken zu finden sind. Wenn der Allergiker diesen Staub inhaliert, dann kommt es zu den dazu typischen Reaktionen wie entzündeten Augen und Dauerschnupfen. Um dem vorzubeugen sollte man die Wolldecken immer mit einem speziellen Waschmittelzusatz aus der Apotheke waschen. Auch Milbensprays sind sehr nützlich.
Auch die Winterkälte kann eine heftige Hautreaktion hervorrufen, juckende Hautquallen und extreme Schwellungen können hier die Folge sein. Allerdings liegt hier keine Antigen-Antikörper-Reaktion vor, sondern eine physikalisch ausgelöste Reaktion, auch als Pseudoallergie bezeichnet. Hier löst jeder Kontakt mit Kälte an der exponierten Stelle eine Freisetzung von Histamin aus. Weitere Allergene im Winter können Tannennadeln, Nüsse, Felljacken und sogar Weihnachtskekse sein. Beim Laub harken können Schimmelpilze freigesetzt werden, die auch allergische Reaktionen auslösen können. Auch beim beliebten Basteln in der Weihnachtszeit muss ein Allergiker aufpassen, denn im verwendeten Kleber kann Naturlatex enthalten sein, der bei einer Latexallergie fatal sein kann. Wer Allergiker ist, kann mit genauem Hinsehen die Symptome einer Allergie verhindern, indem man die auslösenden Allergene meidet.
Tags: Winter-Allergie Allergische Reaktionen Atembeschwerden Dauerschnupfen Duftkerzen Wein Kuscheldecken
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