Wertvolle SOS-Tipps bei Heuschnupfen â€
© firepile

Wenn es jetzt wieder warm ist, dann zieht es die meisten hinaus ins Grüne. Aber gerade für Allergiker ist das gar kein Spaß. Rund dreißig Millionen Deutsche sind mittlerweile von den typischen Symptomen wie dem lästigen Niesreiz und Augenjucken sowie der Triefnase betroffen. Natürlich möchte jeder so schnell wie möglich das Ganze loswerden. Dazu sollte man am besten einen Allergologen aufsuchen, denn er ist auf diese Fälle spezialisiert. Wenn der Fall etwas leichter ist, dann wird der Arzt zur Basistherapie greifen, und die sogenannten Antihistaminika werden eingesetzt. Durch sie wird die Reaktion des Körpers auf die erhöhte Histaminausschüttung unterdrückt, und das lästige Niesen ist nicht mehr so schlimm. Diese Medikamente gibt es als Tabletten oder auch Tropfen und Sprays. Dann muss man nur noch die Pollenflugvorhersage verfolgen, und drei bis vier Tage vorher mit der Einnahme beginnen. Wenn der Fließschnupfen zu stark ist, dann werden heute auch Kortisonsprays eingesetzt. Diese wirken dann direkt an den Schleimhäuten, und da sie dort auch wieder abgebaut werden, gibt es fast keine Nebenwirkungen. Da Antihistaminika zwar die Symptome bekämpfen, aber nicht die Ursache, wird meistens eine spezifische Immuntherapie empfohlen.
Durch sie wird der Körper an das Allergen, das die Allergie auslöst, gewöhnt. Wem das zu lange dauert, der kann auch die Cluster-Therapie nutzen. Dabei ist es so, dass der Patient an drei bis vier Tagen eine größere Menge des Allergens gespritzt bekommt. Wenn alles normal läuft, dann muss diese Therapie erst nach einem Jahr wiederholt werden. Wer Angst vor Spritzen hat, der kann die SLIT-Therapie nutzen. Hierbei werden Tabletten oder auch Tropfen einmal am Tag für zwei Minuten unter der Zunge gehalten. Diese Therapie hat den Vorteil, dass man sie zu Hause durchführen kann. Allerdings sollte man das Mittel nicht zu früh herunter schlucken, denn das verringert die Wirkung. Gegen die Gräser-Allergie gibt es nun eine Impftablette, die einmal täglich auch zu Hause eingenommen wird, allerdings geht dies wirklich nur bei einer Allergie gegen Gräser. Mittlerweile ist sie sogar für Kinder ab fünf Jahren zugelassen. Wer sich auf die Selbstheilungskräfte des Körpers verlassen möchte, der kann auch eine sanfte Behandlung mit der Adhatoda-Pflanze ausprobieren. Durch sie werden die typischen Symptome des Heuschnupfens bekämpft und die Selbstheilungskräfte angeregt.