Psychosomatik: Soll die Allergie auf die Couch?

Der Volksmund sagt: "Darauf reagiere ich allergisch!" Gemeint ist damit aber nicht, dass die betreffende Person Hautausschlag und Fließschnupfen bekommt. Vielmehr warnt sie mit dieser Aussage vor einem sicheren Wutausbruch, der auf ein bestimmtes Verhalten folgen wird. Beachtet das Gegenüber diese Warnung nicht, so hat es die Folgen selbst zu tragen.

Der Volksmund ist wie so oft sehr weise. Er bringt Allergien und Aggressionen in einen direkten Zusammenhang. Denn laut Psychologen sind Allergien (vereinfacht gesagt) nichts anderes als eine Reaktion auf aggressive Gefühle und Einengungen, die der Betroffene nicht anders verarbeiten kann. Manche sagen sogar, dass sich der Allergiker sein Allergen aussucht und es ihm erst die Sicherheit gibt, mit allen seinen Gefühlen umzugehen.

Natürlich: Fragen Sie fünf verschiedene Ärzte und Sie bekommen fünf völlig verschiedene Meinungen. Es kann an der These aber was dran sein, denn selbst Immunologen stellen oft fest, dass etwa ein Pollenallergiker in ruhigen und frustarmen Lebensphasen wesentlich weniger "allergisch" reagiert. Gibt es aber Streit zu Hause oder ist der Boss mies gelaunt, reichen schon wenige Pollen aus, um ihn nach atem ringen zu lassen.

Immer mehr Allergiker begeben sich daher neben der medikamentösen Behandlung tatsächlich auf die Couch. Und haben oft große Erfolge damit. Wenn Sie diese Therapieform interessiert, sprechen Sie einmal mit dem Psychologen Ihres Vertrauens. Vielleicht kann er auch Ihnen helfen.

Informationen: drewes psychologie online