Pollen und Hyposensibilisierung

Der Winter – normalerweise eine ganz gute Zeit für eine Hyposensibilisierung gegen Pollenallergien. Noch besser ist zwar der Herbst, aber der Winter tut es zur Not auch noch.

Dieses Jahr sieht aber alles anders aus. Die Pollen fliegen schon seit Mitte Dezember wieder wie wild durch die Gegend. Das macht Allergikern und Ärzten Probleme. Denn: Ist es sinnvoll und gesund eine Hyposensibilisierung fortzusetzen, wenn das Allergen selbst schon wieder aktiv ist?

Bei der Hyposensibilisierung wird nämlich das Allergen – im Falle von Heuschnupfen ist das die Pollensorte, auf die der Patient allergisch ist – via Injektion oder Tablette gegeben. Der Sinn: Der Körper wird mit dem Allergen dermaßen überschüttet, dass er sich schließlich denkt: Ach habt mich alle gern, dann reagiere ich eben nicht mehr darauf. Im Idealfall bedeutet das das Ende der Allergie.

Kritisch kann es aber werden, wenn Allergen und Therapie gemeinsam auf das Immunsystem einstürmen. Dabei sollte man bei der Injektionstherapie vorsichtiger sein als bei der "sublingualen", bei der eine Tablette mit Allergenen unter die Zunge gelegt wird. Wenn Sie gerade hyposensibilisiert werden, fragen Sie am besten Ihren Arzt. Der weiß bescheid.

Infoquelle: "Heuschnupfen im Winter"