MCS und der NATO-Treibstoff JP8 bzw. JP8+100
  © Marion Hahn

Unwidersprochen und nicht auf einen Index gesetzt ist das 2001 von Marion Hahn verfaßte Buch "Umweltkrank durch NATO-Treibstoff?"

"Während bislang die Exposition gegenüber Holzschutzmitteln, Amalgam und Insektiziden u.a. als mögliche Ursache von MCS genannt wird, kommt die Autorin – selbst MCS-krank – nach aufwendiger Recherche zu einer ganz eigenen Theorie: Sie legt dar, daß beim Auftreten dieser Umweltkrankheit immer Emissionen aus dem Militärbereich in Form des NATO-Treibstoffs JP-8 mit seinem höchstwahrscheinlichen Additiv 1,2-Dibromethan (EDB) die wahre Ursache von MCS sind."

1988 entschied die NATO, alle Fahrzeuge und Flugzeuge mit einem universellen Treibstoff anzutreiben. Möglich ist das durch eine komplexe Kombination von Zusatzstoffen. Marion Hahn: "Besonders zwei Stoffen im JP8 gilt mein besonderes Interesse. Das Vorhandensein des einen – das hochgiftige, im Zivilbereich verbotene 1,2-Dibromethan – wird von der Bundeswehr und vom Verteidigungsministerium bestritten. Ein amerikanischer Text hingegen weist diesen Treibstoffzusatz aus als eines der am häufigsten im Umfeld amerikanischer Militäreinrichtungen in den USA gefundenen Gifte, das u.a. großflächig das Grundwasser verseucht."

Brisant dabei sind Verdunstungen durch das Betanken von Flugzeugen in der Luft und Fahrzeugen am Boden, Entlüftungen aus dem europaweiten Pipelinenetz und den Tanklagern. Da circa 90 Prozent der Pipeline-Kapazität dem Beliefern ziviler Abnehmer mit Kerosin dient, entsteht die Frage, ob überhaupt noch zweierlei Treibstoff-Qualitäten existieren. Denn es dürfte hierbei nicht zu Vermischungen kommen, oder?

Hans Kolpak
Für ein allergiefreies Leben