
Das wär's doch, oder? Eine kleine Injektion und Sie müssten nie mehr zum Glimmstengel greifen. Diskussionen über Rauchen in Lokalen, öffentlichen Einrichtungen, gar auf der Straße würden im Sand verlaufen. Weil: Es raucht eh keiner mehr freiwillig!
Genau das ist das Zukunftsszenario, wenn es nach amerikanischen Medizinern geht. Und schon in drei Jahren soll es so weit sein. Dann, so meinen die Betreiber dieser Bemühungen, wird die Nikotinsucht einfach wegspritzbar sein. Doch was sagen Suchtexperten dazu?
Die sind etwas skeptischer. Denn: Eine Sucht hat immer auch eine psychische Komponente. Und die ist nicht zu unterschätzen. So ein Lungenzug etwa – der Rauch dringt bis in die tiefsten Spitzen und die untersten Alveolen vor. Die Gesichtszüge zeigen den typischen "jetzt ist mir alles egal"-Ausdruck. So eine Zigarette zwischen den fingern – unangezündet der perfekte Kontaktaufnahme-Punkt. Angezündet die perfekte Ablenkung in peinlichen Gesprächspausen. Kann das alles durch eine einfach Injektion verschwinden? Eben das bezweifeln die Experten. Denn alles das hat mit dem Stoff Nikotin selbst rein gar nichts zu tun.
Quelle: stern.de
