
© Yodel Anecdotal
Um ehrlich zu sein: ich bin besorgt. Denn für mich wirkt Google Health auf den ersten Blick eher wie eine zusätzliche Form von "Big brother", an der insbesondere die Krankenkasse ihre Freude haben könnten. Denn auf diesem neuen Webseite des Suchmaschinengiganten:
können die angemeldeten Nutzer ein Profil ihres Gesundheitszustandes mitsamt Vorerkrankungen, Medikation und Allergien in eine Online-Patientenakte eingeben und nach möglichen Wechselwirkungen ihrer Medikamente schauen. Sie können Webseiten von Gesundheitsdienstleistern und Klinken wie der Cleveland Clinic oder Medco für den Zugriff auf ihre Daten autorisieren und nach Ärzten suchen. (heise.de)
Wägen wir doch einfach mal die Vor- und Nachteile für Allergiker ab. Vorteile: alle eigenen Daten sind stets auf einen Blick verfügbar und eventuelle Allergien, die vorher noch nicht bekannt sind, können im Vorfeld vereitelt werden. Die Nachteile: wer einmal drin ist, kommt nie wieder raus. Und wer die falschen Allergien hat, bekommt im schlimmsten Fall keinen Job. Denn auch, wenn Google im Vorfeld versichert, dass die Daten niemals weiter gegeben oder kommerziell genutzt werden, "Pannen" können ja immer geschehen.
Deswegen schließe ich mich der Bundesärztekammer an, die ausdrücklich vor diesem Dienst warnt.

Unter welchen Umständen jemand seine gesamten medizinishen Daten in die Hände eines Unternehmens legen mag, das absolut keine Zusicherung über die Verwendung macht, ist mir schleierhaft.
Das trägt den Keim von Big Brother in einer neuen Dimension, denke ich.
| 2.Juli.2008 @ 23:46