
Anscheinend gibt es nun endlich eine erfolgreiche Therapiemöglichkeit gegen den Hauptauslöser für Lebensmittelallergien, der Erdnuss. An der Charité in Berlin haben die Forscher der Universitätsmedizin eine Möglichkeit zur Behandlung gefunden, und bei sechzig Prozent der teilnehmenden Probanden verlief diese Behandlung erfolgreich. Die Tendenz für eine Erdnuss-Allergie steigt immer weiter stetig an, und diese Allergie ist besonders fatal, da in vielen Lebensmitteln immer wieder einmal Spuren von Nüssen vorkommen. Wer keinen Allergieschub riskieren will, muss ganz aufmerksam die Hinweise auf der Verpackung lesen, und selbst dann ist man sich nicht immer sicher, ob nicht doch Spuren von Erdnüssen enthalten sind, weil diese Nuss-Spuren nicht immer aufgeführt sind.
Das Team der Charité Berlin hat nun erst einmal speziell für Kinder eine Immuntherapie entwickelt. Bereits nach sieben Monaten waren sechzig Prozent der Kinder desensibilisiert und konnten eine Toleranz entwickeln gegenüber einer bestimmten Erdnuss-Dosis, in diesem Falle die Menge einer Erdnuss. Können Allergiker eine kleine Menge an Erdnüssen tolerieren, ist die Gefahr längst nicht mehr so groß, dass sie beim versehentlichen Verzehr einen allergischen Schock erleiden. Das heißt natürlich jetzt nicht, dass Betroffene nun Erdnüsse essen können, soviel sie wollen, aber das Risiko eines Schocks ist sehr gering geworden beim Verzehr geringer Mengen.

Vielen Dank für die sehr erfolgreiche Meldung! Da in Zentraleuropa etwa 7% aller Kinder an Erdnussallergie leiden (in den USA sind es sogar fast 20%) und kaum eine andere Nahrungsmittelallergie so gefährlich ist im Hinblick auf anaphylaktische Schocks, ist es besonders toll, dass Fortschritte erzielt auf dem Gebiet erzielt werden.
Ein Hinweis noch zur Ergänzung: die allergische Reaktion gegen Erdnüsse kann sich noch verstärken bei körperlicher Anstrengnung und Alkoholverzehr. Außerdem bestehen häufig Kreuzallergien zu Erbsen, Bohnen und Linsen.
| 16.März.2011 @ 07:41