
die gene sind es wieder einmal, die ihre verräterischen Spuren hinterlassen und der Medizin neue Hinweise geben. Im Falle Einsamkeit ist es allerdings nicht die Erbinformation, die weiter gegeben wird. Es ist viel mehr die Aktivität der Gene, die sich durch soziale Isolation ändert.
Eine ganzer Reihe von Genen arbeitet nämlich anders, wenn Menschen nicht regelmäßig unter anderen Menschen sind. Und diese Gene sprechen vor allem das Immunsystem an. Das heißt (so reim ich mir das zusammen, denn das war eigentlich nicht Thema der Studie) – es könnte sich dies auch auf Allergien auswirken.
Was passiert jetzt, wenn ein Mensch vereinsamt – rein genetisch gesehen: Entzündungsprozesse laufen schneller ab. Dafür verlangsamt sich die Immunabwehr, wenn etwa ein Virus ins System eindringt. Sozial isolierte Menschen sind auf diese Weise anfälliger für Infektionskrankheiten und für Krebs.
Klar ist aber noch nicht, ob die Einsamkeit die Gene zu solchen Aktionen anregt. Oder ob es nicht vielleicht die Gene sind, die den Menschen sozial unverträglich und damit einsam machen. Wahrscheinlich eine Mischung aus beidem.
Quelle: netdoktor.de
