Die Wespen kommen!

Sie sind die verschriehensten Allergie-Insekten. Die Wespen. Längst haben sie Eingang in die Kinowelt gefunden, wo sie im Klamauk Menschen zu unförmigen Ballons anschwellen lassen. "Echte" Wespenallergiker finden das dann meist nicht so lustig.

Insektenallergien können sehr gefährlich werden. Und das Schlimmste: Wer einmal auf den Stich allergisch reagiert hat, reagiert vermutlich das nächste Mal noch stärker – und so weiter und so fort.

Dabei spricht man im Allgemeinen erst von einer allergischen Reaktion, wenn die Schwellung, die auf den Stich folgt, einen Durchmesser von 10 Zentimeter überschreitet. Gefährlicher sind dann Nesselausschlag, Atemnot, Übelkeit, die bis zum Kreislaufversagen führen kann.

Menschen, die ihre Anfälligkeit auf die gelb schwarz gestreiften Plagegeister schon kennen, tragen daher häufig schon ein entsprechendes Notfallspaket mit sich – vor allem, wenn ihre Reaktionen heftig ausfallen. Übliche Medikamente sind cortison, Antihistamine, in sehr starkten Fällten die Adrenalinspritze, die sich der Allergiker selbst durch die Kleidung setzen kann (bzw. anwesende Personen, die was davon verstehen).

Das zieht Wespen an: Parfum, süße Gerüche. Auf diese sollten Wespenallergiker möglichst verzichten. Auch süße Getränke können die Tiere sehr wirkungsvoll anlocken. Dosen sind dabei besonders gefährlich, weil man die Wespe in der Dose einfach nicht sofort sieht! Barfuß-Gehen ist kritisch, vor allem in Wiesen mit niedrigen, stark blühenden Pflanzen.

Quelle: derstandard.at