Dauerschnupfen oder doch eine Allergie gegen Hausstaub-Milben?

Bei vielen tritt er oft während der kalten Jahreszeit auf, der Dauerschnupfen. Man glaubt an eine Dauererkältung, ständig muss man niesen und die Nase läuft. Auch Halsbeschwerden und gerötete Augen treten oft auf. Wenn diese Symptome allerdings anhaltend sind und sich vor allen Dingen in geschlossenen Räumen verstärken, dann kann hier auch eine Allergie gegen Hausstaubmilben dahinterstecken. Typisch ist hier, dass man sich im Freien gleich besser fühlt. Eigentlich ist der Name auch nicht richtig, denn man ist nicht gegen die Milben an sich allergisch, sondern gegen deren Kot. Wenn man sich dann in geschlossenen und geheizten Räumen aufhält, dann wird dieser Kot immer wieder neu in die Luft gewirbelt. Aber es ist ungemein wichtig, dass man gegen diese Allergie etwas unternimmt, sonst kann sich ganz schnell auch ein Bronchialasthma aus dem allergischen Schnupfen entwickeln. Gegen die akuten Symptome kann man die gebräuchlichen Antihistaminika-Produkte nutzen, eine langfristige Besserung gibt es aber nur, wenn man eine spezifische Immuntherapie durchführt. Dabei wird der Körper gegen das auslösende Allergen nach und nach unempfindlich gemacht. Diese Therapie ist in etwa bei 90 % der Fälle erfolgreich.
Die wichtigste Maßnahme ist allerdings immer, dass man die Allergenbelastung in der Wohnung drastisch reduziert. Dazu gehört, dass man die Bettwäsche häufig wechselt, spätestens nach einer Woche sollte man sie bei 60° waschen, für die Matratzen sollte man milbenabweisende Schonbezüge nutzen. Auch Bettdecken und Kopfkissen sollten regelmäßig gelüftet werden, aber nur bei trockener Witterung. Die Heizung sollte gedrosselt werden, damit nicht soviel Milbendreck in die Luft geschleudert wird. Damit der Staub optimal gebunden werden kann, sollte die Raumtemperatur zwischen 40 und 60 % liegen. Wenn es zu trocken ist, sollte man einen Luftbefeuchter nutzen. Mehrmals am Tag sollte stoßweise gelüftet werden, und auch das richtige Putzen hilft. Alles sollte nebelfeucht abgewischt werden, so wird kein Staub aufgewirbelt. Staubfänger sollten regelmäßig gereinigt werden. Beim Putzen kann man als Schutz vor den Allergenen auch eine Staubmaske und eine Brille tragen. Putzmittel sollten reizarm sein, auch milbenabtötende Mittel sollte man nicht unbedingt verwenden, da sie recht lange einwirken müssen und unter Umständen auch die Atemwege reizen können. Alternativ können Präparate mit Pflanzenextrakten genutzt werden, diese sind für Mensch und Tier ungefährlich. Wer gerne die Milbenbelastung unterschiedlicher Gegenstände testen möchte, der kann sich in der Apotheke Tests dafür besorgen.


Foto Quelle Warren Noronha