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Berufsbedingte Allergie – wenn der Job krank macht

abgelegt im Archiv Allergie-Glossar am 23.03.10

Berufsbedingte Allergie – wenn der Job krank macht
© uberzombie
Mittlerweile sind es bereits ungefähr dreißig Millionen Deutsche, die an einer Allergie leiden. Sehr oft sucht und findet man die Ursache im Beruf. Viele Menschen kommen bei der Ausübung ihres Berufes mit Stoffen in Verbindung, die als Allergene fungieren. Die chemischen Substanzen in Haarpflege- oder Färbemitteln, Mehlstaub beispielsweise in der Backstube, oder auch das eigentlich zum Schutz gedachte Desinfektionsmittel, alle diese Substanzen können zu Allergien führen.
Oft beginnen die Probleme bereits, wenn der Beruf gerade erst begonnen wurde. Mittlerweile müssen jeder Jahr bereits 30.000 Jugendliche ihre Ausbildung wieder abbrechen, da sie auf Stoffe, mit denen sie täglich zu tun haben, allergisch reagieren, und die berufsbedingte Allergie sie an der Fortführung hindert. Das ist umso dramatischer, wenn man lange um diese Ausbildungsstelle gekämpft hat. Und als ob es nicht schlimm genug ist, dass man mit den Symptome zu kämpfen hat, folgen auf die Diagnose meistens lange Behandlungszeiten, es kann eine Rehabilitation anstehen, und je älter man wird, desto schwieriger ist natürlich auch wieder der Einstieg in das normale Berufsleben.
Unter den Berufserkrankungen tritt am häufigsten die Hauterkrankung auf, und bei bis zu 95 Prozent der Erkrankungen kommen Kontaktekzeme sehr oft vor, meistens an den Händen.


Besonders die akut-toxischen Kontaktekzeme sind sehr verbreitet, sie entstehen, wenn Säuren, aggressive Chemikalien oder auch Laugen direkt auf die Haut einwirken. Direkt danach kommen dann die allergischen Kontaktekzeme. Hier kommt es zu einer Sensibilisierung, die unbemerkt abläuft. Beim nächsten Kontakt, auch wenn die Konzentration eigentlich ungiftig ist, erfolgt dann die Ausbildung eines Ekzems. Hier können auch reizungsbedingte Hautschäden der Wegbereiter sein, so dass die Allergene frei Bahn haben. Diese allergischen Prozesse können im schlimmen Fall auch zum Asthma bronchiale führen, was dann bei dieser Konstellation auch als Berufskrankheit anerkannt werden kann. Auch organische Stäube können einen großen Schaden anrichten, denn sie können in die Lungenbläschen eindringen und zu einer Entzündung des Lungengewebes führen. Dies kann zu grippeähnlichen Symptomen führen die allerdings aufhören, sobald der Patient das Allergen vermeidet. Das Risiko, an einer solchen Berufsallergie zu erkranken, ist in vielen Berufsgruppen gegeben. Leider hilft dann oft nur noch ein Berufswechsel.

Permalink: Berufsbedingte Allergie – wenn der Job krank macht

Tags: berufsbedingte  Allergien,  reizungsbedingte  Hautschäden,  Allergene,  Asthma  bronchiale,  akut-toxisches  Kontaktekzem,  allergisches  Kontaktekzem 

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