Anaphylaktischer Schock: Was tun?
abgelegt im Archiv Symptome am 04.02.07
Der anaphylaktische Schock ist eine lebensbedrohende Reaktion auf ein Allergen. Einen Schutz davor gibt es leider nicht. Allerdings kann schnelles Eingreifen selbst bei einem schweren Schock Leben retten.

Die typischen Symptome reichen von Kribbeln an Zunge, Rachen, an den Handtellern und den Fußtellern bis hin zum Kreislaufversagen und Herzstillstand. Der anaphylaktische Schock entsteht durch eine Überreaktion des Immunsystems auf ein Allergen. Der Körper erkennt diesen Stoff (er muss vorher schon mindestens einmal mit ihm Kontakt gehabt haben) und bekämpft ihn auf völlig unpassende Weise.
Als erste Reaktion wird massenhaft Histamin ausgestoßen. Es sorgt dafür, dass sich die Blutgefäße erweitern. Blut rinnt vermehrt in die Arme und Beine. Die inneren Organe leiden dadurch an Blutmangel. Um das zu ändern, schüttet der Körper adrenalin aus. Das verengt kleine Blutgefäße wieder und bringt das Blut zurück zu den wichtigen Organen (vor allem Herz, Hirn und Lunge dürfen nicht unterversorgt sein).
Leider war's das aber noch nicht. Denn durch verschiedene Stoffe, die als Kampfmaßnahme ausgestoßen wurden - darunter Histamin - tritt Flüssigkeit aus der Blutbahn aus. Die Folge ist Flüssigkeitsmangel, Unterversorgung der Organe, und im schlimmsten Fall Herz- und Kreislaufstillstand.
Bei den ersten Symptomen eines anaphylaktischen Schockes muss sofort die Rettung oder der Notarzt gerufen werden. Nur dadurch bekommt der Patient alles, was er braucht.
Ist die Möglichkeit eines Schockes bereits bekannt, soll der Patient jederzeit einen automatischen Adrenalin-Injektor oder -Pumpspray zum Inhalieren bereit haben. Je schneller er reagieren kann, desto schneller kann sich der Kreislauf wieder stabilisieren. Den Notarzt muss er trotzdem rufen!
Am häufigsten tritt der anaphylaktische Schock als Folge von Insektenstichen oder bei Lebensmittel- und Medikamentenallergien auf. Wenn ein Patient einmal in seinem Leben eine sehr heftige allergische Reaktion gezeigt hat (Nesselausschlag am ganzen Körper, Atemnot, stärkere Schwellungen), sollte er sich unbedingt untersuchen lassen und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.
Quelle: gesund.co.at
Tags: Allergie Symptom Asthma Hilfe Abhilfe allergisch asthmatisch blog blogging weblog wissen wissenswert
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