
Nun gut. Es hat sich also ein Lebensmittel ergeben, auf das jemand allergisch ist. Nennen wir ihn Tom. Jedesmal wenn Tom Fisch isst, bekommt er Magenbeschwerden, ihm wird übel und sein darm scheint sich zu verschlingen.
Tom wird ab jetzt keinen Fisch mehr essen. Freiwillig sogar. Was aber, wenn Tom nicht nur auf den Fisch, sondern auch auf die Haselnusskruste allergisch ist, in die der Fisch gehüllt war, als er Symptom-Tagebuch führte? Oder vielleicht auf die Sojamilch, die er dazu getrunken hat. Oder auch auf den Sellerie im Gemüse, das zum Fisch gereicht wurde – oder auf alles gleichzeitig!
Dann wird's schwierig. Nicht nur die Diagnose wird dann schwierig, sondern auch die Behandlung. Denn die erste und wichtigste Behandlungsform wenn es um Allergien geht ist immer noch die "Karenz". Also: Einfach keinen Fisch mehr essen. Für Tom aber würde nicht mehr sehr viel übrig bleiben. Denn Nüsse sind schnell einmal wo drin. Gemüse auch. Wenn er dann auch noch auf normale Kuhmilch reagiert – und vielleicht noch auf Getreide … Sie sehen – es wird langsam eng.
Ein Test auf die beteiligten Allergene ist in Toms Fall besonders wichtig. Nur so lässt sich mit einiger Sicherheit eingrenzen, was er noch essen darf und wo er aufpassen sollte.
Quelle: Ärztezeitung
