
Kommen Sie vom Land? Oder wohnen Sie jetzt am Land und Ihre Kinder toben den ganzen Tag draußen herum? Dann kommen sie beim Dunkel-Werden heim und sind von oben bis unten versaut? Wunderbar – denn auf diese Weise beugen Ihrer Kinder möglichen Allergien am besten vor.
Das ist deshalb der Fall, weil ein Immunsystem, das ständig irgend welchen Keimen ausgesetzt ist, auf die Dauer "toleranter" wird. Es springt nicht mehr auf alles und jedes sofort an. Es wäre ja auch heillos überlastet, wenn es nicht nur echten Dreck, sondern dann auch noch Pollen und Hausstaubmilben-Abfälle bekämpfen müsste. Das spart sich ein Immunsystem, das im Dreck aufwächst. Es arbeitet nur dann, wenn es wirklich muss.
Oder, wenn Sie es sich lieber so vorstellen (das ist nämlich meine persönliche Lieblingstheorie): Ein Immunsystem, dessen Träger in allzu steriler Umgebung groß wird, langweilt sich einfach. Es will ja auch etwas lernen, um später einmal groß und stark zu werden. Aber da gibt es nichts, woran sich das Immunsystem reiben könnte. Also nimmt es Pollen, Nusseiweiß und alles andere her, um sich zu bilden: Wie es einen ordentlichen Schnupfen macht oder wie es böse Stoffe aus den Augen und aus der Lunge wieder raus kriegt oder auch den darm reinigt. Das ist jetzt natürlich keine medizinische Erklärung. Aber ich persönlich könnte mir ein solch lernbegieriges Immunsystem gut vorstellen
Wie stellen Sie sich Ihr Immunsystem vor?
Quelle: stern.de
PS.: Auch wenn das Immunsystem Ihres Kindes vielleicht etwas lernen will, lassen Sie es auf keinen Fall diesen Pilz kosten. Das ist nämlich ein Fliegenpilz und der ist giftig. Das schafft das stärkste Immunsystem nicht.
