
Früher hieß es, dass man bei Babys und Kindern auf jeden Fall mögliche Allergieauslöser meiden sollte. Heute wird aber von den Medizinern geraten, das Kind möglichst frühzeitig daran zu gewöhnen. Bereits dreißig Prozent aller Kinder leiden unter Allergien. Oft resultieren daraus Magen-Darm-Probleme, Hautausschlag oder auch Atemwegsprobleme. Natürlich ist es so, dass Mütter ihre Kinder davor schützen möchten. Früher wurde den Müttern geraten, bereits in der Schwangerschaft allergie-kritische Lebensmittel wegzulassen, heute wird geraten, die Kinder schrittweise an solche Stoffe heranzuführen, und das bereits in Mamas Bauch. Danach nimmt das Kind geringe Mengen über die Muttermilch auf, und danach macht man aus solchen Lebensmittel die erste Beikost. So erkennt der Körper des Kindes diese Nahrung als "harmlos" und entwickelt keine Allergie. Das Ganze setzt man am Besten um, indem man als Schwangere ganz normal isst, natürlich möglichst abwechslungsreich und vitalstoffreich. So beugt man auch gleich Nährstoffmängeln vor. Der beste Allergieschutz ist es, wenn die Mutter stillt und nicht raucht. Wenn möglich sollte die Mutter mindestens vier Monate, besser noch sechs Monate ausschließlich stillen und dem Kind nichts anderes geben, weder Tee, Säfte noch Milch.
Nur so können das Immunsystem, die Organe und die Verdauung des Babys optimal reifen. Wenn die Mutter nicht mehr stillen kann und die Zeit noch nicht vorbei ist, kann man auch alternativ hypoallergene Fertigmilch nehmen. Diese ist zwar speziell aufbereitet, aber enthält trotzdem geringe Mengen an allergenen Stoffen, so dass das Immunsystem des Babys dies kennenlernt. Danach ist die weitere richtige Ernährung des Babys sehr wichtig, nach vier bis sechs Monaten, aber nicht später, gibt man dann die erste Beikost. Dazu ersetzt man nach und nach eine Milchmahlzeit durch Brei. Beginnen sollte man mit einem Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei, danach dann einen Milch-Getreidebrei, und ganz zum Schluss einen Getreide-Obstbrei dazunehmen. Wichtig ist es, dass man pro Woche nicht mehr als ein neues Lebensmittel dazu nimmt, denn sonst wird der junge Darm überfordert. Danach kann man das Kind dann nach und nach mit selbstgekochten Gerichten an die normale Kost heranführen. Wer Gläschenkost nutzen möchte, der sollte Produkte nehmen, die aus ein bis drei Zutaten bestehen und diese dann ganz einfach mit frisch Gekochtem ergänzen. Und bereits ab dem zweiten Lebensjahr kann man Seefisch geben, denn dieser liefert Jod und auch wertvolle Fettsäuren. Diese sind sehr wichtig für die Entwicklung des Gehirns und des Immunsystems. Wenn es so einfach ist, sein Kind vor einer Allergie zu bewahren, sollte man dies auch in Angriff nehmen.
