
Bauernkinder haben weniger Allergien. Hygiene wird überbewertet – schadet sogar, wenn es um Allergien geht. Dreck macht "immun" gegen Allergene. Alles das verbindet sich immer Dichter zu einem Wegenetz, das eine einzige Richtung hat: den Bauernhof.
Kinder, die in ihren ersten beiden Jahren Stallluft geatmet haben, viel in Wiesen liegen und mit Schlamm voller Freude um sich werfen, sind quasi immun gegen allergische Angriffe aller Art. Dabei wurde jetzt die Stallluft, also Kuhstallluft als speziell förderlich erkannt. Genauso wie unbehandelte Kuhmilch. Die Luft soll das Immunsystem auf eine Weise stimulieren, so sagen die Wissenschaftler, dass ein Pseudoangriff auf völlig harmlose Teilchen, wie Birkenpollen & Co, gar nicht mehr notwendig ist.
Jetzt wird untersucht, ob man die würzigen Ausdünstungen unserer Stallbewohner nicht als eine Art Impfung einsetzen kann. Wer weiß, vielleicht haben unsere Raumdeos in Zukunft völlig neue Geruchsrichtungen – ganz zu schweigen vom hübschen Potpourri.
Quelle:
derstandard.at
